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Gruppendenken bei der Ideenfindung vermeiden

Geschrieben von Christoph Hochstrasser

Wir kennen das: Man trifft sich als Team zur Ideenfindung. Ein Mitglied hat eine Idee und alle in der Gruppe finden die erste Idee sofort gut. Oder eine Führungsperson hat diese Idee. Darauf folgen dann nur mehr ähnliche Ideen.

So werden nur wenige wirklich neue Ideen erzeugt. Und unsere ersten Ideen sind meistens nur die naheliegensten. Um wirklich gute Ideen zu finden braucht es eine größere Menge und mehr Diversität.

Abhilfe

Eine einfache und wirksame Methode um viele Ideen zu generieren, die möglichst verschieden sind, ist jede Teilnehmerin ihre Ideen zunächst alleine aufschreiben zu lassen.

Das braucht man dafür:

  • Haftnotizen (am Besten Supersticky, dann braucht man als Moderator nicht wie ein Oktopus alle Stickies halten)
  • Je ein Flipchart Marker pro TeilnehmerIn
  • Fläche zum Aufkleben der Haftnotizen (Wand, Whiteboard, Flipchart)
  • Optional: TimeTimer
  • Optional: Klebepunkte für Votings

Das läuft so ab:

  1. Jede TeilnehmerIn bekommt einen Stapel Post-it Notizen.
  2. Am Anfang hat jede TeilnehmerIn 10 Minuten Zeit um Ideen auf die Haftnotizen aufzuschreiben und vor sich zu stapeln. Eventuell TeilnehmerInnen darauf hinweisen, das man Ideen für sich aufschreiben soll und nicht abschreiben.
  3. Nach 10 Minuten stellt jede TeilnehmerIn reih um ein paar ihrer Ideen ganz kurz mit einigen Worten vor und befestigt Haftnotiz an der Wand.
  4. Sobald alle Ideen vorgestellt wurden, gemeinsam mit den TeilnehmerInnen die Ideen gruppieren und diese Gruppen benennen (z.B. mit einer Haftnotiz mit dem Gruppennamen)
  5. Schneller Strawpoll um die besten Ideen zu finden mithilfe von Dot Voting: Jeder Teilnehmer erhält ein paar Punkte, die frei auf den Ideen verteilt werden können.

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